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Doodle-Hunde: die große Übersicht über alle Kreuzungen

Von Labradoodle bis Saint Berdoodle: alle Varianten im Überblick – plus der ehrliche Faktencheck zu hypoallergen, Fellpflege und Gesundheit

Fünf Doodles vom Riesen bis zum Toy sitzen der Größe nach nebeneinander auf einer Wiese
Symbolbild, KI-generiert

🐩 Labradoodle, Goldendoodle, Cavapoo & Co. – der große Überblick

Kaum ein Hundetyp ist so beliebt wie der „Doodle" – die Kreuzung aus Pudel und einer anderen Rasse. Es gibt sie inzwischen in Dutzenden Varianten, vom winzigen Maltipoo bis zum Bernhardiner-großen Saint Berdoodle.

Dieser Ratgeber gibt dir die große Übersicht über alle gängigen Doodle-Kreuzungen – und ordnet die drei größten Werbeversprechen (hypoallergen, pflegeleicht, gesünder) ehrlich anhand der Wissenschaft ein. 🐶

🧬 Was ist ein Doodle überhaupt?

„Doodle" ist kein Rassename, sondern ein Sammelbegriff für Designer-Hunde, bei denen ein Elternteil immer ein Pudel ist – Labrador beim Labradoodle, Golden Retriever beim Goldendoodle, Cavalier King Charles Spaniel beim Cavapoo. Die Idee: das Wesen der anderen Rasse mit dem lockigen, wenig haarenden Pudelfell verbinden.

Wichtig und oft verschwiegen: Doodles sind keine anerkannte Hunderasse. Weder FCI/VDH noch die großen Kennel Clubs führen sie als Rasse – sie gelten schlicht als Mischlinge. Ein verbindliches, vorhersehbares „Rassebild" gibt es daher nicht.

Der erste Labradoodle wurde 1989 von Wally Conron in Australien als Blindenführhund für eine blinde Frau gezüchtet, deren Ehemann gegen Hundehaare allergisch war. Interessant: Conron bereut seine Schöpfung heute öffentlich – er habe „eine Büchse der Pandora geöffnet", gesunde Labradoodles seien angesichts des Vermehrer-Booms „selten geworden".

📏 Der Pudel als „Baustein": Größe und Fell

Der Pudel bestimmt maßgeblich mit, wie groß der Doodle wird und wie stark das Fell lockt. Es gibt vier Pudelgrößen – daher tragen viele Doodles Zusätze wie Toy, Mini, Medium oder Standard:

PudelgrößeSchulterhöheRolle beim Doodle
Großpudel (Standard)45–62 cmgroße Familien- und Riesen-Doodles
Kleinpudel (Medium)35–45 cmmittelgroße Doodles
Zwergpudel (Miniature)28–35 cm„Mini"-Varianten
Toypudel (Toy)24–28 cmkleinste „Toy"-Varianten

Faustregel: Derselbe Partner mit Toypudel statt Großpudel ergibt einen viel kleineren Hund. Das Pudelfell selbst ist dicht, gelockt und wenig haarend – aber pflegeintensiv.

✅ Gesichert vs. variabel – bitte beim Lesen mitdenken

Gesichert sind bei jedem Doodle nur die Elternrassen (X × Pudel). Größe, Fell, Haaren und Wesen dagegen schwanken stark, weil Doodles Mischlinge ohne Standard sind – gerade in der ersten Generation (F1). Alle Größen- und Charakterangaben unten sind typische Spannen, keine Garantie.

📚 Der große Katalog der Doodle-Varianten

🔎 Zu diesen Varianten gibt es ausführliche Porträts

Zu allen 29 Varianten in diesem Katalog findest du eigene Seiten mit Steckbrief, Fell- und Pflegeaufwand, den vererbbaren Erkrankungen beider Elternlinien und den Untersuchungen, die du dir bei den Elterntieren zeigen lassen solltest – einfach den Namen in der Tabelle anklicken.

A) Große Familien-Doodles

Name (Alt-Namen)ElternrassenGröße (variabel)Charakter / Besonderheit
LabradoodleLabrador × PudelMini ~8–13 kg bis Standard ~20–34 kgDer „Ur-Doodle". Freundlich, verspielt, wasserliebend; klassischer Familien- und Assistenzhund
GoldendoodleGolden Retriever × PudelMini ~7–16 kg bis Standard ~23–36 kgSehr freundlich, anhänglich, „will gefallen"; beliebter Familien- und Therapiehund
BernedoodleBerner Sennenhund × PudelToy <9 kg bis Standard ~28–45 kgVerschmust, gutmütig, eher ruhig; auffällige Dreifarb-Zeichnung möglich
AussiedoodleAustralian Shepherd × PudelMini bis ~14 kg, Standard bis ~32 kgHochintelligent, sehr aktiv, starker Hüte-/Bewegungstrieb; für erfahrene, aktive Halter
SheepadoodleOld English Sheepdog × PudelStandard ~29–39 kgVerschmust, clever, flauschig; sanfter Familienriese mit viel Pflegebedarf
Irish DoodleIrish Setter × PudelStandard ~23–32 kgAnhänglich, energiegeladen; meist rotes welliges Fell, Jagdinstinkt
Springerdoodle (Sproodle)English Springer Spaniel × Pudel~9–23 kgFröhlich, arbeitsfreudig; Apportier- und Stöberfreude
BordoodleBorder Collie × Pudel~13–27 kgExtrem intelligent und arbeitswillig; braucht unbedingt eine Aufgabe

B) Riesen- und Wach-Doodles

Name (Alt-Namen)ElternrassenGröße (variabel)Charakter / Besonderheit
NewfypooNeufundländer × Pudel~30–70 kgRuhig, gutmütig, wasseraffin; „Nanny-Dog", braucht viel Platz
Saint BerdoodleBernhardiner × Pudel~40–75 kg (Mini kleiner)Sanftmütig, geduldig; gemütlicher Riese mit moderatem Bewegungsdrang
PyredoodlePyrenäenberghund × Pudel~38–45 kgRuhig, wachsam, territorial; Herdenschutz-Erbe, eigenständig
Great DanoodleDeutsche Dogge × Pudel~35–70 kgFreundlich-gelassen; einer der schulterhöchsten Doodle-Typen, „Couch-Riese"
MastidoodleMastiff × Pudel~45–90 kgLoyal, gelassen, beschützend; braucht frühe, konsequente Erziehung
RottleRottweiler × Pudel~30–40 kgSelbstbewusst, loyal, wachsam; klare Führung nötig, für Erfahrene

C) Mittelgroße Doodles

Name (Alt-Namen)ElternrassenGröße (variabel)Charakter / Besonderheit
Cockapoo (Spoodle)Cocker Spaniel × PudelToy <5,5 kg bis Standard >8,5 kgEiner der ältesten Doodles (USA, 1960er). Anhänglich, lebhaft; Schlappohren → Ohrenpflege
SchnoodleSchnauzer × Pudel~5 kg bis >25 kgAufgeweckt, verspielt, wachsam; Größe je nach Elterngrößen extrem variabel
WhoodleWheaten Terrier × PudelMini ~7–14 kg bis Standard ~18–32 kgSehr intelligent, aktiv, verschmust; weiches Fell, kann bellfreudig sein

D) Kleine und Toy-Doodles

Name (Alt-Namen)ElternrassenGröße (variabel)Charakter / Besonderheit
Cavapoo (Cavoodle)Cavalier King Charles Spaniel × Pudel~4–10 kgSehr beliebt. Freundlich, sanft, verschmust; kann Herz-/Augenprobleme erben
MaltipooMalteser × Pudel~2–6 kgVerschmust, verspielt; sehr klein, kann kläffen/Trennungsangst zeigen
YorkipooYorkshire Terrier × Pudel~2–6 kgMunter, mutig, anhänglich; einer der kleinsten Pudel-Mixe
Poochon (Bichpoo)Bichon Frisé × Pudel~2,5–8 kgFröhlich, flauschig; gilt als besonders wenig haarend
Shih-PooShih Tzu × Pudel~4–7 kgVerschmust, gesellig, gemütlich; Wohnungs-/Schoßhund
PomapooZwergspitz × Pudel~2–5 kgLebhaft, anhänglich, meldefreudig; flauschiger Toy-Doodle
WestiepooWest Highland Terrier × Pudel~9–15 kgFröhlich, terrier-frech, aktiv; robuster Begleithund
DoxiepooDackel × Pudel~2,5–14 kgVerspielt, clever, eigenwillig; auf den Rücken (Dackel-Erbe) achten
ChipooChihuahua × Pudel~2–9 kgLebhaft, mutig; einer der kleinsten Doodles überhaupt
JackapooJack Russell Terrier × Pudel~5–11 kgEnergiegeladen, clever; hoher Bewegungs- und Jagdtrieb
PekepooPekingese × Pudel~4–9 kgAnhänglich, gemütlich; Kurznasen-Erbe → auf Atmung/Hitze achten
LhasapooLhasa Apso × Pudel~4–10 kgWachsam, anhänglich; wenig haarend

Und viele weitere – die Portmanteau-Logik („Rasse + Poo/Doodle") lässt sich fast beliebig fortsetzen. Neu erfundene Namen bedeuten aber nicht automatisch seriöse Zucht.

🔬 Was die Wissenschaft sagt – die drei großen Versprechen im Faktencheck

1. „Hypoallergen" – der hartnäckigste Mythos

Kein Hund ist garantiert hypoallergen – auch kein Doodle. Die wichtigsten Allergene stecken in Hautschuppen, Speichel und Urin, nicht im Haar selbst. Eine viel zitierte Studie (Vredegoor et al., J Allergy Clin Immunol 2012) fand bei als „hypoallergen" vermarkteten Rassen – inklusive Labradoodle – sogar eher höhere Allergenwerte (Can f 1) im Fell; Nicholas et al. (2011) fanden im Hausstaub keinen Unterschied. Trotzdem ist genau das ein Hauptkaufgrund: In einer UK-Studie (Burnett et al. 2022) nannten 47 % der Doodle-Käufer die vermeintliche Hypoallergenität als Motiv – sechsmal so viele wie bei Rassehund-Käufern. „Weniger haaren" heißt also nicht „allergikertauglich". Allergiker sollten vorher Zeit mit dem konkreten Hund verbringen und sich ärztlich beraten lassen.

2. Das Fell ist ein Würfelspiel – besonders in der F1-Generation

Ob ein Doodle glattes, welliges oder lockiges Fell bekommt und wie stark er haart, ist genetisch nicht sicher vorhersagbar. Der Fell-Typ wird im Wesentlichen von drei Genen gesteuert (Cadieu et al., Science 2009): RSPO2 (der zottelige „Bart/Augenbrauen"-Look), KRT71 (Locken) und FGF5 (Haarlänge). Weil ein F1-Doodle von jedem Elternteil je eine Genvariante erbt, spalten die Welpen eines einzigen Wurfs auf: glatte (haaren mehr), wellige und lockige Typen.

Die Generationen geben nur Wahrscheinlichkeiten:

  • F1 = Pudel × andere Rasse (50/50) – am unberechenbarsten.
  • F1b = F1 zurückgekreuzt mit Pudel (~75 % Pudel) – lockiger, haart tendenziell weniger, wird oft an Allergiker verkauft.
  • F2 / Multigen – spätere Generationen, etwas stabiler, aber nie garantiert.

Auch das „50/50"-Bild trügt: Eine Genom-Analyse des Australian Labradoodle (Ali et al., PLoS Genetics 2020) fand einen deutlichen Überschuss an Pudel-Erbgut – über die Generationen wurde vor allem auf das Pudel-Fell selektiert. „Das Beste aus beiden Welten" ist also schon genetisch fraglich.

3. Fellpflege wird massiv unterschätzt – ein Tierschutzthema

Gerade das wellige/lockige Fell haart wenig aus – die losen Haare bleiben im Fell hängen und verfilzen leicht. Das bedeutet hohen, dauerhaften Pflegeaufwand: mehrmals pro Woche gründlich bürsten plus professionelles Scheren (Richtwert ca. alle 6–8 Wochen). Vernachlässigte Verfilzung ist kein Schönheitsproblem: Matten ziehen an der Haut, verbergen Wunden und können im Extremfall Gliedmaßen abschnüren – die RSPCA hat Halter deswegen schon wegen Tierquälerei verurteilen lassen. Wer den Aufwand (Zeit und Groomer-Kosten) nicht leisten will, sollte keinen Doodle anschaffen.

4. „Mischlinge sind automatisch gesünder"? Nur teilweise

Der „Hybrid-Vigor"-Gedanke stimmt so pauschal nicht. Ein Doodle kann Erbkrankheiten beider Elternlinien erben (Pudel z. B. Augenerkrankung PRA, Epilepsie, Hüftdysplasie; Retriever z. B. Hüft-/Ellbogendysplasie, Krebsneigung; Cavalier z. B. Herz- und Neurologie-Probleme). Zwei große Studien ordnen es ein:

  • Bellumori et al. (JAVMA 2013, 27.254 Hunde): Von 24 Erbkrankheiten waren 13 gleich häufig bei Misch- und Rassehunden (u. a. Hüftdysplasie und mehrere Krebsarten), 10 häufiger bei Reinrassigen, 1 häufiger bei Mischlingen.
  • Bryson et al., „The doodle dilemma" (PLoS One 2024, 9.402 Hunde): Beim direkten Vergleich von Cavapoo, Cockapoo und Labradoodle mit ihren Ursprungsrassen ergab sich in 86,6 % der Vergleiche kein Unterschiedkein Beleg für Hybrid-Vigor.

Richtig ist: Mischlinge leben im Schnitt etwas länger als reinrassige Hunde gleicher Größe (Langlebigkeits-Studien, u. a. Yordy et al. 2020: ~1,2 Jahre). Das ist ein genereller Effekt der genetischen Vielfalt – kein Beleg, dass ein Doodle gesünder ist als ein gut gezüchteter Pudel oder Labrador. Entscheidend bleibt die Gesundheitstestung der Elterntiere.

5. Wesen: nicht einfach „das Beste aus beiden"

Doodles gelten meist als freundlich, verspielt, menschenbezogen und intelligent (Pudel-Erbe) – und sind oft aktiv und wollen Auslastung. Eine C-BARQ-Verhaltensstudie (Shouldice et al. 2019) zeigte aber: F1-Doodles liegen im Verhalten eher zwischen den Elternrassen und nicht automatisch „besser". Eine ganz frische Folgestudie desselben Teams (Bryson et al., PLoS One 2026) fand sogar: Designer-Kreuzungen zeigten in rund 44 % der Vergleiche mehr unerwünschte Verhaltensweisen als ihre Ursprungsrassen – Cockapoos schnitten in allen 16 untersuchten Verhaltensmaßen ungünstiger ab. Weil kein Standard existiert, variiert das Wesen je nach Kreuzung, Elterntieren und Generation.

🛒 Seriös zum Doodle – worauf du achten solltest

  • Beide Elterntiere gesundheitsgetestet: Augen, Hüfte/Ellbogen, ggf. Herz und passende Gentests (z. B. PRA) – lass dir die Nachweise zeigen.
  • Muttertier im Wohnumfeld sichtbar, Aufzucht im Haus, begrenzte Wurfzahl, ehrliche Aufklärung über den Pflegeaufwand.
  • Warnzeichen (Finger weg): „hypoallergen garantiert", mehrere Rassen gleichzeitig im Dauerangebot, keine Tests, Verkauf über Kleinanzeigen/Parkplatz, sehr junge Welpen.
  • Alternative Tierschutz: Auch in Tierheimen sitzen Pudelmixe und Doodles – eine überlegenswerte Option.
🐾 Passend dazu auf OcePaw: Für die wichtige Fellpflege (Bürsten, Entfilzen, Scheren) findest du eine Hundesalon-Übersicht in deiner Nähe. Für Auslastung und Erziehung des oft cleveren, aktiven Doodles: unsere Hundeschulen und Hundevereine. Für Vorsorge und Gesundheitschecks eine Tierarztpraxis.
Wissenschaftliche Quellen: Vredegoor et al. 2012, J Allergy Clin Immunol (PMID 22728082) · Nicholas et al. 2011, Am J Rhinol Allergy (PMID 21819763) · Cadieu et al. 2009, Science (PMID 19713490) · Bellumori et al. 2013, JAVMA (PMID 23683021) · Bryson et al. 2024, PLoS One „The doodle dilemma" (PMID 39196904) · Bryson et al. 2026, PLoS One (unerwünschtes Verhalten, PMID 41854121) · Shouldice et al. 2019, Animals (PMID 31861203) · Yordy et al. 2020, Conserv Genet (PMID 32607099) · Burnett et al. 2022, Canine Med Genet (Käufer-Motive, PMID 35610665) · Ali et al. 2020, PLoS Genet (Australian Labradoodle Genom, PMID 32911491). Weitere Quellen: AKC & VCA (Allergie/Fell), CBS News (Wally Conron), Today's Veterinary Nurse & RSPCA (Verfilzung/Welfare), Wikipedia & PetMD (Varianten/Elternrassen). Größen-/Wesensangaben sind typische Spannen, keine Garantie; Grooming-Frequenz ist ein Praxisrichtwert.
Hinweis: „Doodle" ist keine anerkannte Rasse – Aussehen, Fell, Haaren und Wesen können auch innerhalb eines Wurfs stark variieren. Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche oder züchterische Beratung. Für Allergiker gilt: unbedingt vorher individuell testen und ärztlich abklären.

Häufige Fragen

Sind Doodles hypoallergen?
Nein. Kein Hund ist garantiert hypoallergen – die wichtigsten Allergene stecken in Hautschuppen, Speichel und Urin, nicht im Haar. Eine viel zitierte Studie (Vredegoor et al. 2012) fand bei als hypoallergen vermarkteten Rassen inklusive Labradoodle keine niedrigeren, teils sogar höhere Allergenwerte. Doodles haaren oft weniger, das ist aber keine Garantie für Allergikertauglichkeit. Betroffene sollten vorher Zeit mit dem konkreten Hund verbringen und sich ärztlich beraten lassen.
Haaren Doodles?
Das ist unterschiedlich. Lockige Typen (oft F1b mit hohem Pudelanteil) haaren wenig – die losen Haare bleiben aber im Fell hängen und verfilzen. Glattere F1-Typen können deutlich haaren. Gerade in der ersten Generation (F1) lässt sich nicht sicher vorhersagen, wie stark ein einzelner Welpe haart.
Wie viel Fellpflege braucht ein Doodle?
Viel. Welliges und lockiges Doodle-Fell verfilzt leicht und muss mehrmals pro Woche bis auf die Haut gebürstet und regelmäßig professionell geschoren werden (Richtwert etwa alle 6 bis 8 Wochen). Vernachlässigte Verfilzung ist schmerzhaft und ein ernstes Tierschutzthema.
Sind Doodles gesünder als reinrassige Hunde?
Nicht automatisch. Sie können Erbkrankheiten beider Elternrassen erben. Studien zeigen: Viele Erbkrankheiten treten bei Misch- und Rassehunden gleich häufig auf (Bellumori 2013), und beim direkten Vergleich mit den Ursprungsrassen fand die Studie „The doodle dilemma" (Bryson 2024) in 86,6 Prozent der Fälle keinen Gesundheitsunterschied. Entscheidend ist die Gesundheitstestung der Elterntiere.
Ist ein Doodle eine anerkannte Rasse?
Nein. Weder FCI/VDH noch die großen Kennel Clubs erkennen Doodles als Rasse an – es sind Mischlinge. Deshalb gibt es keinen verbindlichen Standard, und Aussehen, Fell und Wesen können auch innerhalb eines Wurfs stark streuen.
Für wen eignet sich ein Doodle?
Für aktive Menschen mit Zeit und Budget für intensive Fellpflege und Auslastung, die keine Garantien bei Allergie, Aussehen oder Wesen erwarten und beim Kauf auf gesundheitsgetestete Elterntiere achten. Für Allergiker nur nach individuellem Test und ärztlicher Beratung.

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