Pflege, Ausstattung & Alltag
Fell, Krallen, Zähne – und die Dinge, die im Alltag mit Hund wirklich gebraucht werden.

Pflege ist der Bereich, in dem am meisten aus Unsicherheit falsch gemacht wird: Doppelfell wird geschoren, Krallen zu kurz geschnitten, Zähne gar nicht geputzt. Dabei sind es überschaubare Routinen, die später teure Behandlungen ersparen – Zahnsanierungen in Narkose zum Beispiel kosten schnell mehrere hundert Euro.
Der zweite Teil dieses Themas ist praktischer Natur: Wo der Hund schläft und wie er im Auto gesichert ist, sind keine Deko-Fragen. Eine ungesicherte Transportbox wird beim Aufprall zum Geschoss, und ein Hundebett am falschen Platz sorgt dafür, dass ein Hund nie richtig zur Ruhe kommt.
Zum Schluss die Alltagsfragen, die man erst hat, wenn der Hund da ist: Wo darf er eigentlich mit rein? Welche Märkte lohnen sich? Und darf er in den Pool? Für die professionelle Fellpflege findest du Betriebe in unserem Hundesalon-Verzeichnis.
Fell & Körperpflege
Der Fellwechsel-Ratgeber erklärt, warum doppelbehaarte Hunde niemals geschoren werden sollten – die Unterwolle isoliert im Sommer gegen Hitze, und geschorenes Deckhaar wächst oft nicht mehr richtig nach. Dazu kommt die Frage, woran man einen guten Hundesalon erkennt, in einer Branche ohne geschützte Berufsbezeichnung: In Deutschland, Österreich und der Schweiz darf sich theoretisch jeder so nennen. Krallen und Zähne runden das ab – zwei Routinen, die zu Hause stattfinden und bei denen die Technik über Erfolg oder Verweigerung entscheidet.
Schlafen & Autofahren
Beim Hundebett geht es um zwei Entscheidungen: welches – und wohin. Der Standort ist dabei der unterschätzte Teil, weil ein Bett mitten im Durchgangsverkehr der Wohnung keinen Rückzug bietet. Für das Auto gilt Sicherheit vor Bequemlichkeit: Der Praxisbericht zur Box im Kombi zeigt, worauf es bei Maßen, Befestigung und Einstieg ankommt – ein Thema, das man vor dem Autokauf klären sollte, nicht danach.
Rechtlich ist der Hund im Auto Ladung und muss entsprechend gesichert sein – ungesichert drohen nicht nur Bußgelder, sondern bei einem Unfall auch Probleme mit der Versicherung. Sicher sind eine crashgetestete Box im Kofferraum, ein Trenngitter in Kombination mit Box oder ein geprüftes Sicherheitsgeschirr mit kurzer Verbindung zum Isofix-Punkt. Nicht sicher ist der Hund auf der Rückbank an der normalen Leine.
Einkaufen & Alltag
Wo darf der Hund mit? Die Übersicht der größten Tierfachmärkte in DACH beantwortet das für den Einkauf, der Beitrag zu IKEA für einen der häufigsten Streitfälle – die Regeln unterscheiden sich je nach Filiale und Land deutlich. Und der Pool-Ratgeber klärt die Sommerfrage, die regelmäßig unterschätzt wird: Chlorwasser, Einstieg und Aufsicht sind keine Nebensache, gerade bei Hunden, die schlecht schwimmen.
Als Faustregel für alle drei Fälle gilt: Erlaubnis ist örtlich, nicht bundesweit. Ob ein Hund in den Baumarkt, den Möbelmarkt oder das Gartencenter darf, entscheidet die einzelne Filiale, teils sogar abhängig von Größe und Leine. Ein kurzer Anruf vorher erspart die Diskussion am Eingang – und in Zweifelsfällen hilft der Blick auf die Aushänge an der Tür, die verbindlicher sind als jede Auskunft im Internet.