Hund bei Kälte
Die 10 wichtigsten Winter-Tipps für deinen Hund
Kalte Tage bringen eigene Gefahren für Hunde: Streusalz und Eis an den Pfoten, hochgiftiges Frostschutzmittel, Unterkühlung und brüchiges Eis auf Seen. Mit den richtigen Vorkehrungen kommt dein Hund aber sicher und gesund durch den Winter.
Hier sind die 10 wichtigsten Tipps für die kalte Jahreszeit – jeder mit einer seriösen Quelle. ❄️🐾
1 Frostschutzmittel ist tödlich – und süß
Ethylenglykol in Frostschutz- und Scheibenwischwasser schmeckt süß und lockt Hunde an, ist aber hochgiftig: Schon wenige Teelöffel können tödliches Nierenversagen auslösen. Wische ausgelaufene Flüssigkeit in Garage und Einfahrt sofort auf und lass deinen Hund nie aus Pfützen unter parkenden Autos trinken. Bei Verdacht auf Aufnahme sofort zum Tierarzt – jede Stunde zählt.
Quelle: ASPCA – Dangers of Antifreeze ↗
2 Streusalz von den Pfoten waschen
Beim Winterspaziergang nehmen Pfoten, Beine und Bauch Streusalz und Auftaumittel auf, die Haut und Ballen reizen und beim Ablecken giftig sein können. Wasche oder wische die Pfoten nach jedem Gassi gründlich ab und trockne sie. Ein Pfotenbalsam oder Hundeschuhe schützen zusätzlich vor Salz und Splitt.
3 Eisklumpen zwischen den Ballen vermeiden
Bei langhaarigen Hunden bilden sich aus Schnee und Nässe schmerzhafte Eisklumpen zwischen Ballen und Zehen. Halte das Fell zwischen den Zehen kurz getrimmt, damit sich weniger Schnee festsetzt. So läuft dein Hund auch auf verharschtem Schnee angenehmer.
4 Erfrierungen & Unterkühlung erkennen
Längere Kälte kann zu Erfrierungen oder lebensbedrohlicher Unterkühlung führen; am häufigsten betroffen sind Ohren, Pfoten und Rutenspitze. Achte auf blasse oder graue Haut, Zittern, Schwäche und Teilnahmslosigkeit und beende den Spaziergang bei diesen Anzeichen sofort. Wärme deinen Hund langsam auf und kontaktiere im Zweifel den Tierarzt.
5 Manche Hunde brauchen einen Mantel
Nicht jeder Hund hält Kälte gleich gut aus: Ältere und sehr junge Hunde, kleine Rassen sowie Hunde mit dünnem oder kurzem Fell und mit Vorerkrankungen profitieren von einem gut sitzenden Mantel. Robuste, dicht behaarte Nordrassen brauchen dagegen meist keine Kleidung. Entscheide also individuell nach Hund, nicht pauschal.
Quelle: RSPCA – Winter Care for Dogs ↗
6 Spaziergänge an die Kälte anpassen
Wie viel Kälte ein Hund verträgt, hängt von Fell, Körperbau, Aktivität und Gesundheit ab – bei strengem Frost sollten Runden kürzer ausfallen. Halte den Hund dabei lieber in Bewegung, statt lange an einer Stelle zu stehen, damit er nicht auskühlt. Mehrere kurze Gänge sind besser als ein langer in der Kälte.
7 Nie im kalten Auto zurücklassen
Ein parkendes Auto kühlt im Winter rasch aus und wirkt wie ein Kühlschrank, der die Kälte festhält. Lass deinen Hund daher nicht allein im stehenden Fahrzeug warten – die Innentemperatur kann gefährlich tief fallen. Nimm ihn lieber mit oder lass ihn zu Hause im Warmen.
8 Senioren brauchen einen warmen Schlafplatz
Ältere Hunde und solche mit Arthrose werden bei Kälte steifer und tun sich auf Eis und Schnee schwerer. Biete ihnen einen warmen, zugfreien Liegeplatz abseits kalter Böden; ein gut isoliertes oder beheizbares Hundebett hilft frostempfindlichen und alten Hunden besonders. So bleiben die Gelenke geschmeidiger.
9 Draußen lebende Hunde richtig versorgen
Hunde, die sich viel im Freien aufhalten, brauchen einen sauberen, trockenen und windgeschützten Unterstand. Stelle stets frisches, nicht gefrorenes Trinkwasser bereit und kontrolliere den Napf mehrmals täglich. Bei strengem Frost gehört auch ein robuster Hund nach drinnen.
Quelle: RSPCA – Winter Care for Dogs ↗
10 Vorsicht an zugefrorenen Seen
Führe deinen Hund in der Nähe von zugefrorenen Seen, Teichen und Flüssen an der Leine, denn dünnes Eis kann unter seinem Gewicht brechen. Lauf niemals selbst mit dem Hund auf gefrorene Gewässer – bricht er ein, droht binnen Minuten Unterkühlung. Spring im Notfall nicht hinterher, sondern ruf sofort die Rettungskräfte.